Historisch gewachsene Insellösungen und fragmentierte Datenstrukturen erschweren es vielen Handelsunternehmen, das volle Potenzial moderner Hyperpersonalisierungstechnologien zu entfalten. Um den Anforderungen einer immer digitaler werdenden Welt gerecht zu werden, ist die Konsolidierung dieser Daten in einer einheitlichen Customer Data Platform (CDP) essenziell.
Traditionelle Personalisierung greift auf grundlegende Daten wie Namen, Kaufhistorien oder demografische Merkmale zurück, um Marketinginhalte für spezifische Segmente zu erstellen. Ein klassisches Beispiel sind personalisierte E-Mails oder Produktempfehlungen basierend auf vorherigen Käufen.
Hyperpersonalisierung geht einen großen Schritt weiter: Hierbei werden Echtzeitdaten und künstliche Intelligenz genutzt, um maßgeschneiderte Erlebnisse zu schaffen. Diese berücksichtigen unter anderem den Standort, die Tageszeit, das aktuelle Surfverhalten und die individuellen Vorlieben der Nutzer:innen. Bestes Beispiel: Deine Amazon Startseite.
Dank KI-Technologie können Inhalte nun in Echtzeit und in unzähligen Varianten generiert werden. Diese Anpassungen orientieren sich nicht nur an den Vorlieben, sondern sogar an der aktuellen Gefühlslage der Nutzer:innen. Hyperpersonalisierung steigert das Kundenengagement, stärkt die Kundenbindung und wirkt sich direkt positiv auf den Umsatz aus.
So vielversprechend Hyperpersonalisierung ist, birgt sie auch Herausforderungen. Datenschutz, ethische Aspekte und das Vertrauen der Kund:innen spielen eine zentrale Rolle. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, strenge Sicherheitsstandards zu etablieren und sicherzustellen, dass personalisierte Erlebnisse nicht das Gefühl von Kontrolle oder Privatsphäre beeinträchtigen.
Studien unterstreichen die ambivalente Wahrnehmung von Personalisierung:

Hyperpersonalisierung eröffnet besonders im Bereich Retail Media neue Möglichkeiten. Mit KI lassen sich insbesondere digitale Maßnahmen optimieren und auf die nächste Stufe heben. Durch hyperpersonalisierten Content und die Nutzung von Echtzeitdaten können alle Berührungspunkte entlang der Customer Journey gezielt angesprochen werden. So entstehen nahtlose und relevante Erlebnisse.